WEINGUT LA GINESTRA, ITALIEN VENETIEN

La Ginestra ist vielmehr als nur ein Weingut Es ist zuallererst eine Idee, an deren Verwirklichung man sich 1978 gemacht hat. Man hatte einen Traum etwas Gutes und Schönes zu schaffen – etwas, was man mit anderen Menschen teilen kann. Damals lieh sich eine Gruppe junger Menschen das Land eines enteigneten Adeligen südlich von Florenz, um dort alternativen Lebensentwürfe Realität werden zu lassen. Vom ursprünglichen Kollektiv ist zwar heute niemand mehr dabei, La Ginestra gibt es allerdings noch immer – betrieben von zwei Urgesteinen, die in den 80er Jahren in das Projekt einstiegen sind – unterstützt von einem guten Dutzend junger Leute aus unterschiedlichsten Ländern und Kontinenten. Man arbeitet in einer abgelegenen Region, weit weg von Lärm und Stress. Produziert wird nicht für die Masse, sondern für ausgewählte Kunden und Freunde. Das ist die Philosophie von La Ginestra.

Man betreibt ein Restaurant, einen Bio Bauernhof, eine Baumschule und kultiviert auch Reben aus denen Wein gekeltert und Grappa destilliert wird. 100 ha biologisch zertifizierte Reben sehen dafür zur Verfügung. Insgesamt keltert man auf La Ginestra 6 Weine. Da man sich mitten im Chianti befindet, kommt dem Sangiovese tragende Bedeutung zu. Gleich in vier Weinen gibt er ganz alleine den Ton an. Sämtliche Weine wurzeln in Alberese, einem Kalk-Mergelgemisch mit einem hohem Calciumcarbonatanteil, ein geologischer Fakt, der für gewöhnlich – und auch bei La Ginestra – eine feingliedrige Grundstruktur der Weine zeitigt. Da auf La Ginestra generell nicht geschwefelt wird, sind die Weine grundsätzlich früh zugänglich und offen.